Das Unbehagen in der Zivilisation - Bahamas Nr. 70
Nr. 70 · Winter/Frühjahr 2015
Editorial

Das Unbehagen in der Zivilisation

  • Die Berliner Republik setzt auf Kultur statt Krankenkasse. Die Redaktion Bahamas über Pegida und deren Gegner.
  • Lügenpresse wurde zum Unwort des Jahres gekürt. Die Redaktion Bahamas verwendet es trotzdem.
  • Nuhr nicht nach Osnabrück! Warum dem islamkritischen Kabarettisten Dieter Nuhr in der Friedensstadt breite Ablehnung entgegenschlug. Von Martin Stobbe
  • Nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert werden will. Justus Wertmüller über das Konzept Awareness, den neuesten Schrei auf dem linken Antidiskriminierungsmarkt.
  • Wer seiner Umwelt als Tugendhaft und arbeitsam gilt, hat es geschafft. Knut Germar nimmt das Selbstzurichtungsprogramm Positive Psychologie ins Visier.
  • Die liberale Euthanasiebewegung propagiert Giftschlucken als Glücksversprechen. David Schneider über karitative Mörderbanden.
  • Das Unbehagen in der Zivilisation. Dokumentation der Einladung zur Konferenz am 6. Dezember 2014. Von der Redaktion Bahamas
  • Wie die Kategorie der Klasse zum Synonym für die Nation werden konnte. Jan-Georg Gerber über die historische Dialektik der Klasse.
  • Ob nun PKK oder syrische Befreiungsarmee: Hauptsache Revolution. Thomas Becker fand sogar noch Dümmeres als den Rojava-Kitsch.
  • Wo es Individualität kaum noch als Erinnerung gibt, wird die Blutsverwandtschaft als Das engste Band rehabilitiert. Magnus Klaue über die gesellschaftliche Normalisierung des Inzest.
  • Der Mut zur Wahrheit fehlt jenen, die nicht zwischen gesellschaftlicher und individueller Homosexualität unterscheiden wollen. Sonja Petersen über das gewollte Missverstehen aktueller Erscheinungen von Homophobie in Westeuropa.
  • Europäische Dhjihadistinnen fühlen sich im Islamischen Staat wie Alice im Splatterland. Ihre doppelte Funktion als Sexualobjekte und Bandenschwestern beleuchtet Lisa Lübars.
  • Die Kritische Theorie ist der Einspruch gegen Fragmentierte Herrschaft und moralisches Recht. Uli Krug ruft die Rechtsauffassung der Frankfurter in Erinnerung.
  • Wer in den Knast kommt, bestimmt das Opfer. Die Fixierung auf die Opferperspektive setzt an die Stelle des Tatstrafrechtes zunehmend moralische Gerechtigkeit. Von Felix Mauser
  • Wenn politisierte Rotzlöffel den Aufklärer Immanuel Kant attackieren, ist eine Kritik der demagogischen Vernunft fällig. Von Thomas Maul
  • Genese und Geltung. Wer weder Regression noch Fortschritt kennen will, setzt auf die Zerstörung des Denkens. Philippe Witzmann überprüft den Wahrheitsgehalt Freudscher Erkenntnisse.
  • Blut ist dicker als Wasser, so lautete einer der Leitsprüche von Black Power. Sören Pünjer blickt zurück auf den schwarzen Rassenwahn und dessen Vorbildcharakter für den Antirassismus.
  • Siebzig Jahre nach Auschwitz gibt es immer weniger bekennende amerikanische Juden. Selbsternannte Identitätswächter nehmen das zum Anlass, Assimilation zum Verbrechen am Judentum zu erklären. Von Justus Wertmüller