Aufruf an die letzte Generation - Bahamas Nr. 83
Nr. 83 · Winter 2019
Editorial

Aufruf an die letzte Generation

  • Nach dem Halle-Attentat sollen einmal mehr Juden als Staffage für das moralisch geläuterte Deutschland herhalten. Martin Stobbe zeichnet die deutsche Erleichterung darüber nach, dass der Täter von Halle kein Moslem war.
  • Welche Rolle Jungfrauen und Junggesellen bei der Beurteilung antisemitischer Taten spielen, hängt von der Herkunft des Täters ab. Magnus Klaue über das Phänomen sogenannter Incels und zweierlei Maß bei der Beurteilung des Halle-Attentäters.
  • Zwanzig Jahre später – die Wiederholung, stellt sich Horst Pankow anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Peter Handke die Frage: Warum überhaupt ein Nobelpreis für Literatur?
  • Ob Der Rückzug eines Großmauls aus Nordsyrien wirklich ein amerikanischer Verrat an den Kurden war, erörtert Sören Pünjer.
  • Weshalb der Pophit Don’t Look Back in Anger zum Symbol für das Großbritannien der Gegenwart werden konnte. Die Analyse von Martin Stobbe zum Zustand des Landes nach dem Brexit-Votum.
  • Einer von uns. Wie Adorno in die Volksgemeinschaft gegen rechts integriert werden soll. Von Mario Möller
  • Wieso sich Deutschlands Narzisstische Selbstbezüglichkeit auch im Fall der polnischen und griechischen Entschädigungsforderungen zeigt. Tjark Kunstreich nimmt sich anlassbezogen den neuen deutschen Antifaschismus der historischen Verantwortung vor.
  • Lohnarbeiter wollen mehr Lohn, nicht die allgemeine Emanzipation, hält Justus Wertmüller der Kritik der Arbeit entgegen. Warum von deren öffentlicher Fetischisierung keine Rede sein kann.
  • Deregulierung heißt Wohnungsnot. Den Zusammenhang von Postindustrialismus und neuer Wohnungsfrage erläutert Uli Krug.
  • Die Brutalisierung des Linksliberalismus kommt dank des Aufstiegs der postproduktiven Klasse und ihrer Kreativökonomie voran. Andrea Dielle mit seinen Thesen
  • Der gesunde Mensch in der verwalteten Welt und sein Nutzen. Warum es zunehmend verpönt ist, der Gesellschaft durch Krankheit und Gebrechen zur Last zu fallen. Von David Schneider
  • Die Neuerfindung des Elends oder wie das Frankfurter Bahnhofsviertel zum Erlebnis- und Abenteuerbiotop für junge Kreative wurde. Von Sara Shostakovich
  • Das Ende der Gemütlichkeit ist längst erreicht. Lukas Sarvari über den Zusammenhang von Kneipensterben, Drogenkonsum und narzisstischem Sozialcharakter als dem Ideal vom modernen Menschen.
  • Vom Antifaschismus zum Antiimperialismus führte der Hitler-Stalin-Pakt die Sowjetunion. Anmerkungen von Sören Pünjer anlässlich des 80. Jahrestages des Paktes.
  • Hochmut und Illusion bestimmten das Denken und Handeln Leo Trotzkis. David Schneider würdigt den permanenten Revolutionär und erklärt, warum man aus Max Horkheimer keinen Trotzkisten machen kann.