Zeitgeist, Geisterzeit - Bahamas Nr. 81
Nr. 81 · Frühjahr 2019
Editorial

Zeitgeist, Geisterzeit

  • Außenpolitik breiter aufstellen – im Bündnis mit der Gazprom, so lautet der deutsche Konsens bei der Zerstörung der europäischen Idee. Justus Wertmüller über der Deutschen gegenwärtig liebstes antieuropäisches Projekt.
  • Die Leiden des Erfinders Claas Relotius sind keine journalistischen Verfehlungen, sondern nachgefragte Skills bei der Erziehung zur Unmündigkeit. Martin Stobbe misst die Relotiusdichte im Journalismus.
  • Kleinbürgerinnen und Provinzarbeiter. Die Bewegung der französischen Gelbwesten, ihre Sympathisanten und Gegner handelt Sören Pünjer ab.
  • Der Protest der Gelbwestenbewegung Für die Rückkehr zur Normalität müsste der Ausgangpunkt jeder vernunftgeleiteten Diskussion um bessere Verhältnisse sein. Justus Wertmüller nimmt anlassbezogen den Verrat der Intellektuellen an den Lohnarbeitern ins Visier.
  • Barbarische Privilegien genießen in zivilisationsmüden Zeiten die indigenen Mörder eines Missionars. Christian Lamp und Dieter Sturm beleuchten das Verständnis für die brutale Fremdenfeindlichkeit eines sogenannten isolierten Volkes.
  • Im Namen von Umwelt und Diversity schritt der Massenmörder von Christchurch zur Tat. Dass der Öko-Fascho nicht von Islamophobie, sondern von der Kritik kultureller Aneignung getrieben wurde, erläutert Saul K. Takács.
  • Negative Dialektik at works. Einen solchen Kalauer hat der Grünenchef neuen Typs jederzeit drauf. David Schneider geht den Gründen für die Beliebtheit Robert Habecks nach.
  • My Own Private Holocaust hat nicht nur Greta Thunberg in Form einer Klimakatastrophe zu gewärtigen. Wie eine kranke 16-jährige zur öffentlichen Figur werden konnte, erläutert Tjark Kunstreich.
  • Thomas Maul nimmt Die grünifizierte Gesellschaft im Schadstoff- und Klimawahn unter die Lupe. Sein Klimabericht über die Irrationalität deutscher Umweltpolitik.
  • Das bürgerliche Recht verkörpert Schutz und Illusion. Warum für Franz Neumann dieser Doppelcharakter zur Grundlage seiner Kritik des Rechts wurde, zeichnet Jan-Georg Gerber nach.
  • Noch Härtere Zeiten könnten auf die Kritiker der doppelten Staatsbürgerschaft zukommen, die bereits den Doppelpass als Form der Entbürgerlichung erkannt haben. Sabine Schulzendorf mit ihrer Prognose einer weiteren Transformation der Gesellschaft in eine Versammlung von Kulturhorden.
  • Kampf den Problemdeutschen, ruft der zivilgesellschaftliche Staatsschutz aus, der gegen Rechts weder Privatsphäre noch Kindheit kennt. Mario Möller
  • Die Identitätspolitische Kulturrevolution ist der Versuch nicht nur des deutschen Kunstbetriebes, seine weißen Säcke zu entsorgen. Saul K. Takács und Philippe Witzmann knöpfen sich die Gattung engagierter zeitgenössischer Kunstschaffender vor.
  • Vollendete Abtreibung nennt Magnus Klaue, was Lebensschützer und Feministinnen eint. Seine Erinnerung daran, dass auch das ungeborene Leben schon Rechtssubjekt ist.
  • Die US-Demokraten bilden zusehends eine Antiamerikanische Linksfront gegen Donald Trump. Andrea Dielle und Daniel Laskell schildern diese Entwicklung.
  • Die Zeit der Erben oder Wolfgang Pohrt in den Händen seiner Verweser.
  • Ein Entgrenzter Wahn liegt der Abfassung des sogenannten Migrationspaktes zugrunde. Martin Stobbe mit seiner Analyse des Vertragswerks.