Zivilisation oder Barbarei - Bahamas Nr. 86
Nr. 86 · Winter 2021
Editorial

Zivilisation oder Barbarei

  • Enver Pascha marschiert im Geiste mit. Wer diesen pantürkischen Ungeist nicht erkennen will, steht bereits auf der Seite des Massenmörders von 1915. Justus Wertmüller mit einem Aufruf zur moralischen Parteilichkeit im Krieg um Bergkarabach.
  • Um vom Islamismus nicht reden zu müssen, versammelte sich die gute Wiener Gesellschaft gleich nach dem Anschlag vom 2. November hinter dem verharmlosenden Spruch Schleich di, du Oaschloch! Michael Fischer und Martin Stobbe über die Tage danach.
  • Wie sich Toleranz und islamische Landnahme nicht nur in Frankreich zueinander verhalten, erläutert Justus Wertmüller.
  • Neuerdings dringt die Order Feiern verboten selbst in Berlin durch. Mario Möller verteidigt ausnahmsweise die Berliner Feierkultur gegen ihre neuesten Gegner.
  • Mitmachen wollen wir nie. Die Redaktion Bahamas über Corona-Exzesse und das verdächtige Verstummen scheinradikaler Staatskritik.
  • Ganz nach dem Verursacherprinzip soll es „Asoziale“ und „Covidioten“ treffen. Wieso das mehr mit Sozialdarwinismus gemein hat als die Kritik an der Corona-Politik. Von Lukas Sarvari
  • Woke Supremacy, so übertitelt Martin Stobbe seinen Rückblick auf 2020, in dem er gleichzeitig überprüft, ob der Begriff des Kulturmarxismus diese Vormachtstellung auf den Begriff bringen kann.
  • Genuin politische Körper stellt die sogenannte Migrantifa zur Schau. Jonas Dörge markiert die Gruppierung als die neueste Version des Staatsantifaschismus.
  • Wie aus der Antifa Böckenfördes Kinder werden konnten und was dieser gesellschaftliche Funktionswandel mit einem Antifa-Film zu tun hat. Von Nathan Giwerzew.
  • Selbst beim Verfassungsschutz hat man den Rechtsextremismus ohne Rechtsextremismus entdeckt. Wieso die Polizei deshalb wie von selbst unter Rassismusverdacht geraten muss, erläutert Felix Mauser.
  • Die nachbürgerliche Gesellschaft ist geprägt von der Autorität ohne Familie. Über das Veralten des autoritären Charakters. Von Jan-Georg Gerber und Sören Pünjer
  • Stolz und Vorurteil oder was ist dran am Vorwurf, die Proud Boys seien rechtsextrem und Donald Trumps Privatmiliz? Von Matthias Achersleben und Sabine Schulzendorf
  • Die Aggressive Intoleranz der Trans-Ideologie ist das Gegenteil individueller Freiheit. Wie Transgender als Berufung junge Menschen zu Versuchskaninchen degradiert. Von Philippe Witzmann
  • Die falschen Assoziationen des Herrn Lehmann teilt, wer auf dem zivilisatorischen Unterschied zwischen Glockengeläut und Muezzinruf beharrt. David Schneider erklärt, weshalb der Einspruch gegen den islamischen Gebetsruf vernünftig ist.
  • Den Weg von der katholischen Orthodoxie zur ökumenischen Weltanschauung nennen David Schneider und Magnus Klaue eine Permanente Reformation. Über den Zustand des Katholizismus unter antikatholizistischen Bedingungen.
  • Sowohl die heutige Verwissenschaftlichung der Politik als auch die Politisierung der Wissenschaft täuschen einen Konsens der Alternativlosigkeit vor. Dass daraus konformistische Wissenschaftsgläubigkeit resultiert, darüber schreibt Andrea Dielle.
  • Die gesellschaftliche Nachfrage nach NGOs steht dafür, dass längst ein Globaler dritter Weg eingeschlagen wurde, der sie als Agenturen des postmodernen Staates benötigt. Von Sören Pünjer